Namen können Schufa Scorewert für Kreditwürdigkeit senken

Ein Scorewert, der von der Schufa ermittelt wird, entscheidet über die Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Ein solcher Wert kann anders als erwartet ausfallen, denn neben Alter und Geschlecht des Antragstellers wird er durch andere Werte beeinflusst. Sogar der Wohnort kann sich auf den Scorewert auswirken, selbst dann, wenn man seine Kredite immer fristgemäß zurückgezahlt hat und noch nie verschuldet war. Der Scorewert entscheidet nicht nur über die Kreditvergabe, denn ebenso kann er darüber entscheiden, ob man einen Vertrag für das Internet abschließen kann.


Die Arbeit der Auskunfteien

Nicht alle Personen können durch die Schufa oder andere Wirtschaftsauskunfteien eine realistische Bewertung erhalten. Selbst dann, wenn man keine Schulden macht, kann man einen schlechten Scorewert erhalten. Hat man noch keine Schulden gemacht, so müssen andere Kriterien herangezogen werden, um den Scorewert zu ermitteln. Eine solche Methode ist das Geo-Scoring, bei dem Vergleichswerte aus der Nachbarschaft herangezogen werden. Ist die Nachbarschaft durch eine schlechte Zahlungsmoral bei der Rückzahlung von Krediten geprägt, so bekommt man einen schlechten Scorewert. Nicht nur die Schufa, sondern auch Versandhändler nehmen das Geo-Scoring vor, bei einem schlechten Geo-Scoring muss man schlechtere Konditionen in Kauf nehmen.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass für das Geo-Scoring mindestens noch ein weiterer Wert berücksichtigt wird, das kann beispielsweise ein Girokonto oder sogar der Vorname sein. Aufschluss über die Verbraucher erhält die Schufa auch anhand von Tatsachen, wie lange man ein Girokonto besitzt und ob man einen Dispokredit vereinbart und in Anspruch genommen hat. Anhand des Vornamens ziehen verschiedene Unternehmen Rückschlüsse auf das Alter eines Verbrauchers, so sind ältere Verbraucher kreditwürdiger als jüngere. Wechselt man häufig den Wohnort, kann sich das ebenfalls negativ auf den Scorewert auswirken.

Das Scorewert System

Das Scorewert System der Schufa wird von Kritikern als undurchschaubar bezeichnet, denn es ist für Verbraucher nur schwer nachvollziehbar. Man unterscheidet den Basis- und den Branchenscore, während der Branchenscore relevanter ist. Die Schufa ermittelt zusammen mit dem Scorewert eine Ratingstufe, dabei gilt eine Staffelung von A bis M. A ist die beste Stufe, dafür ist ein Scorewert zwischen 662 und 1.000 erforderlich. Erhält man die Stufe M, hat man nur einen Scorewert zwischen 0 und 76.

Die Schufa meldet eine Risikoquote an Unternehmen, sie soll Auskunft über die Wahrscheinlichkeit einer Kreditrückzahlung geben. Zusätzlich zu den Scorewerten der Schufa nutzen immer mehr Unternehmen hausinterne Scoring-Systeme, in die individuelle Merkmale einfließen. Bei den hausinternen Systemen erhalten die Verbraucher zumeist keine Auskunft über ihre Scorewerte.

Die kostenlose Eigenanfrage bei der Schufa

Die Schufa rät zu einer kostenlosen Eigenanfrage, die man einmal im Jahr vornehmen kann. Man erfährt, von welchen Unternehmen die Schufa die vorliegenden Informationen erhalten hat, und kann Fehler korrigieren, da die Daten nicht von der Schufa überprüft werden. Sind solche Fehler vorhanden, muss der Verbraucher schriftlich deren Korrektur beantragen.

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